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Das Comeback der Kreuzfahrten

|   Auf See

Lange Zeit war an Kreuzfahrten aufgrund von Corona nicht zu denken. Inzwischen sind die meisten Schiffe wieder auf Tour. Reisegenuss sprach mit Dr. Holger Wirtl, Inhaber des auf Kreuzfahrten spezialisierten Reisebüros Exclusive Cruising in München.

Was unterscheidet eine Kreuzfahrt aus der Vor-Corona-Zeit von den Kreuzfahrten dieser Tage generell?

Zunächst einmal wurde die Planung und Vorbereitung auf eine Kreuzfahrt komplexer. Einerseits sind je nach Reederei unterschiedliche Hygiene-und Sicherheitsprogramme zu beachten (unter anderem Corona-Tests vor der Kreuzfahrt, Maskenpflicht in öffentlichen Räumen sowie vermehrt auch eine vollständige Impfung als Voraussetzung). Andererseits gilt es auch, die aktuellen Einreisevorschriften der angefahrenen Länder zu beachten (häufig umfassen diese auch das Ausfüllen eines speziellen Onlineformulars). Nicht zuletzt ist ein umfassender Reiseversicherungsschutz noch wichtiger als zuvor.

Was hat sich speziell an Bord verändert?

Für Kreuzfahrer ist derzeit sehr angenehm, dass viele Schiffe mit deutlich reduzierter Kapazität fahren. Demnach kann nicht nur der Checkin deutlich entspannter sein, auch an Bord gibt es spürbar mehr individuellen Freiraum. Dies haben wir selbst auf den acht Kreuzfahrten zu Pandemiezeiten besonders genossen - nicht nur auf den kleinen Schiffen von Hapag Lloyd Cruises und den Ponant Yachten. Gerade auf den großen Schiffen von Costa, NCL, MSC und TUI Cruises nahmen wir die geringere Passagierzahl äußerst positiv wahr. Bemerkenswert ist, dass sich gerade die Suiten in den exklusiven Bereichen (z.B. dem „Haven“ auf den Schiffen der Norwegian Cruise Line) besonders gut verkaufen, da sie ein äußerst entspanntes und sicheres Reiseerlebnis bieten.

Wie sieht es mit den Ausflügen aus. Viele Länder haben da sicherlich unterschiedliche Vorschriften…

Dies ist tatsächlich von Land zu Land sehr unterschiedlich und kann sich auch kurzfristig ändern. Die lokalen Behörden entscheiden darüber, inwieweit individuelle Landgänge möglich sind. Alternativ hierzu bieten die Reedereien ein abwechslungsreiches Angebot an organisierten Ausflügen an. Dabei sind kleine Schiffe im Vorteil. So kamen wir auf dem Höhepunkt der Pandemie in den Genuss von Zodiac-Rundfahrten auf Kopenhagen’s Wasserwegen sowie rund um Helgoland. Auch erhalten die Gäste von kleineren Schiffen wie der Sea Cloud eher die Erlaubnis zu individuellen Landgängen als die größeren.

Gibt es Regionen, die Sie nun für den Winter und das Frühjahr besonders empfehlen würden im Hinblick auf die Corona-Situation? Und Regionen, in die es weniger Sinn macht, zu reisen?

Für die kommende Monate empfehle ich ganz besonders Kreuzfahrten rund um die Kanaren. In der letzten Wintersaison hat sich gezeigt, dass die Einreise dort besonders reibungslos geklappt hat. Außerdem sprechen neben dem angenehmen Klima und abwechslungsreichen Ausflügen auch sehr attraktive Preise für sich. Bei anderen wunderschönen Winterzielen wie den Golfstaaten oder der Karibik sehe ich die Planungssicherheit hinsichtlich der endgültigen Routen im Vergleich zu den Kanaren noch etwas geringer. Für mehrere Regionen wie Australien, Asien und USA ist eine konkrete Wiedereröffnung derzeit auch noch überhaupt nicht abzusehen.

Reden wir nicht nur über Corona. Auch aufgrund mancher politischen Wirkungen, sind einige Reiseziele beschränkt. So dürfen kubanische Häfen, wie das wunderschöne Havanna, ja nicht von Kreuzfahrtschiffen aus Amerika angelaufen werden. Was ist da zu beachten?

In der Tat sind die politischen Einflüsse auf die Routengestaltung der Reedereien nicht zu unterschätzen. Doch wie man so schön sagt „Not macht erfinderisch“ und so übertreffen sich die Reedereien derzeit mit kreativen neuen Kreuzfahrtrouten, zum Beispiel rund um die Azoren und Kapverden. Auch bei den Basishäfen wurden die Reedereien kreativ und lassen einzelne Schiffe beispielsweise auf den niederländischen Antillen, Bahamas, Barbados und Bermuda starten.

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