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WESTERN CAPE / SÜDAFRIKA

Die ganze Welt in einem Land

Südafrika, das Land der atemberaubenden Gegensätze. Kapstadt, die beeindruckende europäisch anmutende Metropole mit herrlicher Natur, einem vielfältigen kulturellen Leben, grandioser Gastronomie, bunten muslimischen Stadtteilen und trostlosen Townships. Gleich „nebenan“ die kapholländisch und französisch inspirierten Winelands und das burisch geprägte Farmland. Die Küsten mit traumhaften Stränden und das Hinterland mit endlosen Flächen karger Schönheit. Dieses sind nur einige der Charakteristika des südlichsten Lands Afrikas.

Weinberge und Wüste, Städte und Strände, Wolkenkratzer und Wildnis – Gegensätze, die kaum vereinbar scheinen, aber am Kap zu einer spannenden Melange zusammen gefunden haben. Das sonnige, gemäßigte Klima macht die Kapregion zu einem Reiseziel für fast das ganze Jahr. Perfekt für Unternehmungslustige sind November und Dezember sowie März und April, angenehm heiß Januar und Februar. Beliebt, fast zu beliebt, ist die Zeit um Weihnachten und Sylvester.

Strand, Sport, Wildlife, Kulinarik, Kunst und vieles mehr sind die touristischen Attraktionen des Landes, das 2010 als erster Staat des gesamten Kontinents Gastgeber einer Fußball-WM wurde und diesen „Job“ mit Bravour und Gastfreundschaft erledigte. Leider werden bevorzugt immer negative Nachrichten verbeitet, weniger die positiven, wie 2010 die WM. Gerne wird auch heute noch nach der Wasserknappheit in Kapstadt gefragt. Tatsache ist, dass diese schon lange vorbei ist und dass spätestestens seit den zwei regenreichen letzten Wintern und mäßig trockenen Sommern die Dämme fast überlaufen. Von Wassermangel also keine Spur, zumal inzwischen viele auch bewußter mit der weltweit kostbaren Ressource umgehen. Dass Kapstadt nicht die niedrigen Krimminalitätsraten von Deutschland oder der Schweiz hat, ist klar. Wer aber nicht gerade mit der protzigen Rolex ausgeht, sein Handy offen herumliegen lässt oder in dunklen Ecken spaziert, dürfte Problemen aus dem Weg gehen – wie auch in vielen anderen beliebten Urlaubsländern mit einem hohen Gefälle zwischen Arm und Reich. Wer sich wirklich gruseln will, der kauft am besten einen Kriminalroman von Mike Nicol, den wir in unserem Blog – ► Klick hier – vorgestellt haben.

Kapstadt bietet für fast jeden etwas: egal ob man sich für spektakuläre Landschaften, Strandleben, Abenteuer, Musik, ausgezeichnete Restaurants und feine Weine, Biken, Surfen, Kiten, Bergsteigen, Wandern oder Golfspielen interessiert. So viel Lifestyle für so wenig Geld werden Sie wohl nirgends auf der Welt finden! Obwohl die Südafrikaner unter stetigen Teuerungen leiden, für die Touristen ist Urlauben in Südafrika auch weiterhin relativ günstig, denn im Verhältnis zum Euro schwächelt der südafrikanische Rand nun schon seit Jahrzehnten. Das bringt günstige Preise vor allem für Essen und Trinken und für das Golf spielen. Wo sonst auf der Welt kann man für 20 bis 100 Euro Greenfee wunderbare Plätze spielen? 

Bei der Auswahl der Unterkunft hat man die Qual der Wahl. Entscheiden Sie zwischen eher Business-orientierten Hotels der City Bowl, Guest Houses und Appartements am Atlantic Seaboard von Green Point bis zum chiquen Camps Bay – in der Nähe der Strände –, sowie hippen Vororten oder exklusiven Gegenden wie Constantia, wo an den rückwärtigen Hängen des Tafelbergs Wein angebaut wird.

Grenzenloser Genuss

Kulinarisch bietet Kapstadt ein breites Spektrum an Restaurants. Wenn Sie internationale Küche mögen, sind Sie hier richtig. Eine typisch südafrikanische Küche gibt es in diesem kulturellen Schmelztiegel eigentlich kaum, allerdings von Indonesiern und Indern, die im 18. Jahrhundert als Sklaven ins Land kamen, insprierte Gerichte. Zum Beispiel Boboties, ein Auflauf aus Hackfleisch vom Hammel, Rind oder Wild mit Gemüse und Rosienen.

Leider wechseln viele Top-Restaurants in Kapstadt stetig, manche „überleben“ die ruhige Winterzeit finanziell nicht. Der kulinarische Volksport in Südafrika – quasi das Pflichtprogramm an einem sonnigen Samstag- oder Sonntagnachmittag – heißt Braai – und das ist nichts anderes als der Afrikaans-Ausdruck für ein üppiges Barbecue mit viel Fleisch sowie Fisch, Gemüse und Salaten. Mehr über Kapstadts Restaurants-Szene: ► Klick hier!

Kapstadt ist nicht nur Metropole für Kunst und Kulinarik, sondern auch Musik hat Tradition: Ein „Muss“ für den Sonntagnachmittag ist ein Besuch der Kirstenbosch Botanical Gardens. Hier finden seit Jahrzehnten von Dezember bis März die Kirstenbosch Sunset Concerts statt. Mit Decken und Picknick-Koffer ausgestattet genießen die Kapstädter Sonntag für Sonntag die unterschiedlichsten musikalischen Leckerbissen: vom philharmonischen Orchester über Jazz und Pop bis zu Top-DJs. An jedem Sonntag ein komplett anderes Programm, aber immer ein wunderbares Ambiente zum Sonnenuntergang unterhalb der Rückseite des Tafelbergs. Auf jeden Fall lohnt sich auch im Laufe der Woche ein ausgedehnter Spaziergang durch den wunderschönen Park.

Für Jazz-Fans die Attraktion ist The Crypt, mitten in der Stadt direkt an den idyllischen Company Gardens gegenüber des Taj Hotels gelegen. Mehrmals pro Woche finden hier, in einem Seitenflügel der St. George‘s Cathedral, Jazz-Konzerte mit Dinner statt. Sollte man ebenfalls nicht verpassen, insbesondere wenn Fusion Rythm mal wieder zu Gast sind..

Auch viele kleinere Locations und die gesamte Musik, Theater- und Kunstszene wurden durch die Lockdown-Bestimmungen über zwei Jahre sehr „gebeutelt“, viele Venues sind geschlossen und müssen wiederbelebt werden. Sollten Sie die Gelegenheit haben, einmal den Stand-up Comedian Kurt Schoonraad live zu erleben, lassen Sie es sich nicht entgehen. Seine „Erlebnisberichte“, wie es ist, seit rund zwei Jahrzehnten mit einer typisch Deutschen verheiratet zu sein, zeigt auf unterhaltsamste Weise die Unterschiede zwischen den überaus relaxten Menschen am Kap und der gewissenhaften, gut organisierten Menschen aus Deutschland.

Sport

Die Natur verführt zu sportlichen Aktivitäten jeder Art. Bergwandern und Bergsteigen rund um Tafelberg, Lions Head und Signal Hill – die Auswahl an Wegen ist riesig. Für alle, die es abenteuerlicher mögen: Paragliding, Tauchen und vor allem Segeln, das zeigt auch unser Video über Segeln in der Table Bay ► Klick hier. Das Western Cape ist auch ein Mekka für Golfer. Das Wahrzeichen von Kapstadt, der Tafelberg, beherrscht auch die Panoramen der meisten Golfplätze, egal ob Sie in Rondebosch, Mobray oder im 1885 gegründeten Royal Cape spielen. Vom Milnerton Golf Club und vom anspruchsvollen Atlantic Beach Course ist die Aussicht über die Table Bay auf Kapstadt und den Tafelberg besonders eindrucksvoll. Die größte Herausforderung auf allen Plätzen ist der häufig extrem starke Wind. Mehr über die Golfen am Kap: ► Klick hier!

Winelands

Wein wird bereits in Kapstadt, an den Ausläufern des Tafelbergs in Constantia und nahe des Kaps der Guten Hoffnung angebaut. Direkt vor den Toren der Stadt bei Durbanville beginnen die Winelands u.a. mit den Orten Franschhoek und Stellenbosch. Herrliche Landschaften, wunderschöne Weingüter in kap-holländischer oder moderner Architektur, vorzügliche Weine für jeden Geschmack und einige fantastische Restaurants erwarten hier die Gäste.  Mehr über die Winelands: ► Klick hier!

Die Kaphalbinsel

Das Ausflugsangebot rund um Kapstadt ist riesig. Zum meist stürmischen Kap der Guten Hoffnung gelangt man u.a. nach einer Fahrt entlang der „Rückseite“ des Tafelbergs. Muizenburg war einst ein schickes Seebad, heute zeugen davon nur noch die renovierten bunten Strandhäuser. Vor allem an Wochenenden ist der Strand weiterhin vor allem bei Einheimischen beliebt. Richtung Osten ziehen sich die einsamen und schier endlosen Strände der False Bay – allerdings nicht empfehlenswert zum Baden oder für Strandspaziergänge. Von Muizenberg geht es Richtung Süden weiter zum Kap entlag der Küste. Erster größerer Ort ist Kalk Bay. Viele individuelle kleine Läden, Galerien, Restaurants und Cafés laden zum längeren Verweilen ein. Am kleinen Hafen kann man vormittags frischen Fisch quasi direkt vom Boot kaufen. Wer den Fisch lieber frisch gegart mit Pommes mag, der kann seinnen Hunger bei Kalky‘s nur wenige Meter vom Meer entfernt stillen. Schon eine kleine Legende ist das sehr indivuell dekorierte Cape to Cuba, zumindest für einen Drink lohnt der Stop. 

Auf den Ort Fish Hoek folgt Simon´s Town. Die Stadt wurde benannt nach Kap-Gouverneur Simon van der Stel, der 1687 erkannte, dass die False Bay während der Wintermonate ein idealer Ankerplatz für die niederländische Flotte war. Heute ist die Stadt ein bedeutender Stützpunkt der südafrikanischen  Marine.

Sehr beliebt ist ein Stop bei den Piguinen am Boulders Beach. Von hier sind es nur noch 25 Kilometer, also rund eine halbe Stunde, mit dem PKW bis zum Cape Point und dem Kap der Guten Hoffnung. Das hohe und steile Kliff liegt am Südende der Kap-Halbinsel, etwa 44 km südlich des Zentrums von Kapstadt. Es ist der südwestlichste, nicht der südlichste Punkt Afrikas – das ist das rund 150 km entfernte Cape Agulhas, das weniger spektakulär und auch deutlich weniger frequentiert ist.

Zurück nach Kapstadt ist der ideale Weg über Noordhoek und den grandiosen Chapman‘s Peak Drive, eine Mautstraße entlang der Küste, die von Noordhoek Beach nach Hout Bay führt. Kurz vor Beginn des Chapman Peak Drives lädt das Noordhoek Farm Village mit dem auch bei Einheimischen beliebten exellenten Restaurant The Foodbarn zu einem Stop ein. Nehmen Sie sich Zeit und genießen Sie die herrliche Uferstraße. Von Hout Bay, wo es auch diverse Restaurants und Cafés gibt, ist es nicht mehr weit vorbei an Llandudno mit seinem kleinen, feinen Strand (wegen der wenigen Parkplätze aber eher am frühen Vormittag zu empfehlen) bis nach Camps Bay. Hier ist die perfekte Zeit der späte Nachmittag bzw. frühe Abend zum Sundowner in einer der Bar an der sehr belebten Uferpromenade.

Overberg & Garden Route

Östlich von Kapstadt und Stellenbosch beginnt die Region Overberg. Sie begeistert durch eineabwechslungsreiche Küste mit langen, weitgehend unberührten Stränden, reichlich Natur und ein Hinterland von extrem fruchtbar bis karg und trocken. Mehr über Overberg: ► Klick hier

Rund 400 Kilometer entfernt beginnt die Garden Route mit einer sehr üppigen Natur, ebenfalls langen Stränden mit dank des Indischen Ozeans wärmerem Wasser als in Kapstadt, interessanten Game Reserves und vorzüglichen Golfplätzen.  Mehr über die Garden Route: ► Klick hier!

Wilde West Coast

Von Kapstadt Richtung Nordwesten folgt auf diverse Industriegebiete und  langgezogene, stürmische Strände, die das Mekka der Mindsurfer und Kiter sind, der schöne West Coast National Park. Eine weitere knappe Stunde weiter nördlich liegt Paternoster, das mit vielen kleinen, oft individuell eingerichteten Guesthouses sowie einem schier endlosen Strand – ideal auch für Wanderungen – begeistert und mit dem Wolfgat eines der außergewöhnlichsten Restaurants der Welt beherbergt.

Zahlreiche Reportagen –  von Kapstadt über die Winelands bis hin zur Garden Route, von Land und Leuten bis hin zu Kunst und Kulinarik und mehr –  finden Sie im rund 100-seitigen Südafrika-Special von Reisegenuss - gedruckt und als eMag!
 

Impressionen aus Kapstadt

Mit einem Klick auf das jeweilige Bild vergrößert es sich. (c) für alle Fotos: U.Clef

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